Costa Rica ist doch immer wieder für Überraschungen gut.
Gestern nachmittag gegen 14 Uhr kommt Lucie, eine der Intercultura-Organisatorinnen, im Garten auf mich zu: „tengo una pregunta“. Ein guter Freund von ihr besitze in der Nähe ein Hotel mit Restaurant. Für um fünf sei ein Fotoshooting für sein Werbeprospekt angesetzt, die zwei Models hätten aber kurzfristig abgesagt. Entspannt, wie die Ticos sind, hat er also seine Freundin Lucie 3 Stunden vorher gefragt, ob sie nicht mal eben aus der großen Intercultura-Studentenschaft ein Ersatzpäarchen rekrutieren könne. So sind die Ticos – eigentlich wie zu Hause: et kütt wie et kütt und et hät noch immer joot jejange.
Auf mich kommt sie wahrscheinlich, weil wir uns das ein oder andere Mal schon unterhalten haben. Ich bin meines Erachtens jedoch der falsche Kandidat. Neben uns steht aber eine weitere (hübsche!) Studentin, die sich freiwillig meldet, das mit ihrem Freund zu machen. Aufatmen. Leider nicht lange, denn nach Rücksprache mit ihm fällt beiden ein, dass sie bereits anderweitig verplant sind. Lucie erklärt nachhaltig, dass ihr Freund ganz schön auf dem Schlauch steht, wenn er das Ganze absagen muss und ködert mit Freigetränken. Damit ist auch Marc als Fotopartner leicht zu überzeugen und wir willigen ein, ein bisl Statisten zu spielen. Da dachten wir noch, wir wären einfach ein "Paar" von mehreren, damit das Restaurant voll aussieht...
Das Restaurant ist wirklich hübsch, die Leute nett, Marc und ich vollkommen verschwitzt und planlos. Vorweg ein Cocktail. Weitere Vorbereitungen gibt es keine. Andere Statisten auch nicht.
Da die Dunkelheit einbricht und bei Kerzenschein und Lichtern fotografiert wird, gibt es keine Fotos aus der Bewegung heraus - wir müssen in einer bestimmten Pose gefühlte Stunden reglos verharren. Fraglich, ob das zur Natürlichkeit des Bildes beiträgt. Nicht bewegen ist übrigens nicht gerade eine meiner Stärken. Wer hätte das gedacht?! Marc geht es nicht besser und zwischendurch kämpfen wir tapfer gegen den nahenden Lachkrampf. Es ist ein bisschen wie bei „wer zwinkert, verliert“. Lucie hatte besonders viel Spass aus der Beobachterrolle heraus. Fotos an der Bar, am Tisch mit Essen (ein hungriger Marc, der nur so tun darf, als würde er essen, ist wie ein kleines Kind, das vor einem Süßigkeitenberg steht „nur gucken, nicht anfassen“), im Pool. Fazit: sehr lustig, weil entspannte Leute, aber selbst wenn ich das passende Aussehen hätte, der Modeljob wäre definitiv nichts für mich - bin viel zu hibbelig.
Da die Dunkelheit einbricht und bei Kerzenschein und Lichtern fotografiert wird, gibt es keine Fotos aus der Bewegung heraus - wir müssen in einer bestimmten Pose gefühlte Stunden reglos verharren. Fraglich, ob das zur Natürlichkeit des Bildes beiträgt. Nicht bewegen ist übrigens nicht gerade eine meiner Stärken. Wer hätte das gedacht?! Marc geht es nicht besser und zwischendurch kämpfen wir tapfer gegen den nahenden Lachkrampf. Es ist ein bisschen wie bei „wer zwinkert, verliert“. Lucie hatte besonders viel Spass aus der Beobachterrolle heraus. Fotos an der Bar, am Tisch mit Essen (ein hungriger Marc, der nur so tun darf, als würde er essen, ist wie ein kleines Kind, das vor einem Süßigkeitenberg steht „nur gucken, nicht anfassen“), im Pool. Fazit: sehr lustig, weil entspannte Leute, aber selbst wenn ich das passende Aussehen hätte, der Modeljob wäre definitiv nichts für mich - bin viel zu hibbelig.
Für unsere unfassbar harte Arbeit werden wir jedoch fürstlich belohnt. Erst glauben wir, das Spanisch nicht richtig verstanden zu haben, als es heißt, dass wir nun doch „richtiges“ Essen bekommen und der Weißwein eingeschenkt wird. Als uns dann nach einem sehr leckeren Salat auch noch Hummer (!) serviert wird, jeweils der erste in unser beider Leben, sind wir förmlich sprachlos. Irgendwie ja doch gar nicht mal sooo schlecht, das „Modelleben“ ;-)
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