- Let’s start Trip No. 2a – „Wir geben Tieren ein Zuhause!“ -
Der eigentliche
Trip nach Nicaragua startete schon am Tag vor
unserer Abreise. Auf vielfaches Drängen unserer Mama Tica haben wir uns dazu
entschieden, die Bustickets für unsere Reise von San José nach Penas Blancas
(Grenze zu Nicaragua) vorab zu kaufen. Es sei ja schließlich Hochsaison und
ggf. würden wir sonntags morgens keine mehr bekommen. Gesagt, getan! Also
machten wir uns am Samstag – natürlich wieder im Regen – auf nach San José.
Blöd war nur, dass man die Tickets für die Busse immer erst eine halbe Stunde
vor Abfahrt kaufen kann. Also hatten wir uns ganz umsonst auf den Weg gemacht.
Egal - pura Vida!
Gut, dann ging es
also sonntags morgens los und wie es der Zufall so will, ist genau an diesem
Sonntag Marathon in San José. Der Bus konnte seine übliche Route nicht fahren –
wir steckten mitten im Verkehr und verpassten natürlich unseren Bus! Der Nächste
kommt bestimmt – pura Vida!
Irgendwann hatten
wir es dann geschafft und wir befanden uns tatsächlich auf unserer Reise
Richtung Nicaragua. Die Überschreitung einer Landesgrenze zu Fuss ist doch
immer etwas ganz Besonderes. Vorbei an kilometerlangen LKW-Schlangen mussten
wir erst aus Costa Rica ausreisen und anschl.
nach Nicaragua einreisen. Den Pass ungefähr hundertmal gezeigt, Stempel
hier und Stempel da und schon waren wir drin. Die haben wahrscheinlich
gedacht, 3 nette Mädels aus Europa,
alleine unterwegs, können ja so viel Schaden nicht anrichten J Wenn die wüssten… - Pura Vida!
Mit dem Taxi sind
wir dann weiter nach Rivas gefahren und von dort aus mit der letzten Fähre nach
Moyogalpa.
Unser nächster Aufenthalt – die Finca Magdalena – ist etwas
abgelegen an dem Fuße des Vulkans Maderas, so dass wir uns für die Fahrt
dorthin am nächsten Morgen ein Taxi gönnten. Dachten wir jedenfalls! Am Ende
haben wir eine kleine Inselrundfahrt gemacht. Bolivar, unser ausgesprochen
zuverlässiger Chaufeur - hat uns zu
einer kleinen Landzunge in Punta Jesus Maria, zur Laguna Charco Verde und zum
Ojo de Aqua gebracht.
Beim letzten Stopp hatten wir einen kleinen Aufenthalt (2 Std. länger als geplant – egal – pura vida!) um im Ojo de Aqua schwimmen zu gehen.
| warten auf Bolivar - ud unsere Rucksäcke... |
| Finca Magdalena |
Von der Finca
Magdalena aus haben wir uns am nächsten Tag aufgemacht den Vulkan Maderas zu
besteigen. Zu uns gesellten sich noch zwei Berliner Lehrerinnen, von denen eine
allerdings relativ schnell abbrechen musste. Kurze Zeit später erwischte es
auch Nadine. Die Rückenschmerzen waren zu groß um den kompletten Aufstieg zu
bewältigen. Also hatte unser Guide nur noch drei Frauen im Schlepptau.
Insgesamt klang die Strecke mit 5 km und 1394m Höhe nicht wirklich anstrengend,
aber es gab leider keinerlei richtige Wege. Der Aufstieg glich eher einer
Klettertour und wir kämpften uns im wahrsten Sinne des Wortes durch den
Dschungel. Der Weg folgte zumeist dem Lauf eines kleinen mit Steinen gefüllten Baches
– mit zunehmendem Regen wurde dieser jedoch zu einem kleinen Fluss. Der teils
tonartige nasse Untergrund machte insbesondere den Abstieg zu einem Tanz wie
auf Schmierseife. Kein Wunder also, dass wir nach fast 8 Std. als kleine
eingesaute Ferkelchen zurückkamen. Hat
ja auch nur fast die ganze Zeit geregnet und wenn man einmal nass ist, machts
irgendwann auch nichts mehr. – Pura Vida!
Leider ist das Video zu unserer Gipfelerstürmung zu groß, als dass ich es hier hochladen könnte... Ihr findet es aber in Facebook unter: Vulkanbesteigung Maderas
Unten endlich
angekommen, dachten wir den schlimmsten Teil des Tages mit unserer Muskelkatervorbereitungstour
erledigt zu haben, aber da wartete noch eine Überraschung. Nadine ist ja schon
früher zurückgekehrt und hat bei ihrer Rückkehr in unsere Lodge eine
Ameisenparade auf dem Weg durch unser Zimmer gestört.
Betten und Boden waren
schwarz vor Ameisen. Als sie dann bei der Rezeption die Ameisen melden wollte,
lächelten die Damen nur ganz nett und sagten, dass hier immer Ameisen in den
Zimmern wären. Nadine blieb hartnäckig und auch die Betreiber der Finca haben
eingesehen, dass das (!) nicht ganz normal ist. Das Zimmer wurde komplett
geleert, gereinigt und die Ameisen wurden mit den entsprechenden
Massenvernichtungswaffen beseitigt. Auf den ersten Blick wäre uns dieser
Vorfall – mit Ausnahme der frisch bezogenen Betten – nicht weiter aufgefallen. Je
später der Abend, desto mehr Ameisen sammelten sich wieder. Katha hat bspw.
ihre Kameratasche zum Trocknen aufgehangen und diese war am Boden voll mit
Ameisen und Ameiseneiern. Dazu gesellten sich im Laufe des Abends noch eine
größere Heuschrecke, Spinnen usw., so dass ich irgendwann aus dem Bad kommend,
zwei verstörte kleine Mitteeuropäerinnen unter dem Moskitonetz wiederfand, da
sie befürchteten von einer Spinne aufgefressen zu werden.
Am nächsten
Morgen haben wir um 7 den Bus zurück Richtung Festland zwecks Weiterreise nach
San Juan del Sur genommen. Schon vor dem Frühstück klagten wir drei über Unwohlsein
und Übelkeit, was nicht nur auf den Schlafmangel zurückzuführen war. Kopfschmerzen hatten wir quasi schon seit der
Ankunft in unserer Lodge. Die Fahrt nach San Juan del Sur wurde zu einer
richtigen Tortur, aber wir wechselten uns mit Bauchkrämpfen und akuter Übelkeit
über die ganze Fahrt (über Busse, Fähre und letztlich Taxi) ab.
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