Freitag, 20. Juli 2012

Travelling during rainy season - just keep on going


Auf nach Kuba? Oder Guatemala? Kolumbien soll auch ganz schön sein…

Pläne umschmeißen gehört in Costa Rica mehr oder weniger zum Alltagsgeschäft. Anitas zweiter Abend in Costa Rica jedoch war dann doch etwas speziell. Der ursprüngliche Plan lautete: Auto mieten, Rafting in La Fortuna, Rio Celeste in Bijagua, Canopy in Monteverde, zurück nach Heredia. Dann 2 Tage Tortuguero, zurück, dann ein paar Tage Nicaragua, dann Sámara und am Ende 2 Tage Heredia. Finca gebucht, Auto gemietet, ready for take off.
Am Abend stürmt unsere Mama Tica Jeannette das Zimmer und verkündet: Temporales! (schlimme Unwetter). So schnell lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und überprüfen nun erst einmal, was das Internet ankündigt. Keine gute Idee! Man könnte meinen, die kommenden Tage ginge in ganz Costa Rica die Welt unter. Selber fahren in einem Land mit „flexiblem“ Verkehrsverhalten und Regengüssen, in denen sogar erfahrene Ticos mit ihren Autos davonschwimmen? (auf den „Straßen“ um Monteverde?) Humm. Eigentlich wollten wir ja schon immer mal nach Kuba, oder etwa nicht?… und siehe da, Jeannettes Cousine wartet mit einem sehr verlockenden Angebot für den kommenden Donnerstag auf. Havanna, wir kommen! Wir können vor Aufregung kaum schlafen. Umsonst. Die nette Dame hat sich leider in der Saison vertan und das Paket solle auf einmal 300$ pro Person mehr kosten. Ja dann wohl eher nicht. Es folgen gefühlte hundert Angebote über den ganzen Tag verteilt, nicht eines passt zu dem, was wir angefragt haben: Guatemala! Kuba für 2 Wochen! Kolumbien! Kuba für 2 Tage (immer noch viel zu teuer)! Nicaragua! Hierfür rufen mich abwechselnd Jeannette und ihre Cousine an – gerne auch doppelt für das gleiche Angebot. Ob diese Art von Telefonterror auf Ticos überzeugend wirkt?
Wir jedenfalls beschließen, erst einmal nach Tortuguero zu fahren. Hier kann bei Unwetter nicht so viel passieren (außer dass man irgendwo festsitzt // oder das Boot im Krokodilfluss kentert - kleiner Scherz) und die Investitionen für den Bus sind nicht so hoch wie für ein Auto. (Ich muss wohl nicht erwähnen, dass von dem Unwetter bis Donnerstag früh, als wir endlich losfahren, noch nichts zu merken ist)

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